Die Geschichte von Sissa ibn Dahir.


Sissa lebte im dritten oder vierten Jahrhundert nach Christus in Indien – und gilt als Erfinder des Schachspiels.

Doch nicht dadurch ist er bekannt geworden. Sondern durch die Geschichte vom Schachbrett und den Reiskörnern. Hier ist sie:

Der kluge Sissa brachte dem Maharadscha Shihram Schach bei.

Dieser war von dem Spiel so begeistert, dass er Sissa einen Wunsch gewährte.

Der listige Fuchs bat darum, ein Schachbrett mit Reiskörnern zu füllen. Und zwar in der Weise, die Sie sicher kennen:

Auf das erste Feld sollte 1 Reiskorn gelegt werden ...

... auf das zweite Feld 2 Reiskörner ...

... auf das dritte Feld 4 Reiskörner ...

... und so weiter.

Auf jedem Feld mussten doppelt so viele Körner platziert werden, wie auf dem vorhergehenden.

Als der Maharadscha, der erwartet hatte, dass Sissa Gold fordert, von dem Wunsch hörte, lachte er.

Doch das Lachen sollte ihm schon bald im Halse stecken bleiben!

Nach einigen Tagen erkundigte sich der Herrscher, ob Sissa sein Geschenk schon abgeholt hätte.

Da erfuhr er vom Rechenmeister des Hofes zu seiner Überraschung, dass die Kalkulation der Reiskörner noch nicht abgeschlossen sei.

Als die Berechnung einige Zeit später endlich vorlag, fiel der Maharadscha aus allen Wolken. Der Rechenmeister ließ ihn wissen:

„So viele Reiskörner, wie sie Sissa zustehen, gibt es im ganzen Reich nicht.“

In der Tat: Wenn Sie auf einem Schachbrett die Zahl der Reiskörner mit jedem der 64 Felder verdoppeln, ergibt sich eine unfassbare Summe: 18.446.744.073.709.551.615 Körner.

 

In Worten: Sissa standen 18 Trillionen (!) Reiskörner zu.



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